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● Geschichte

Aus einem Hinterhof.
In die Prozesse der Welt.

Aus einem Hinterhof. In die Prozesse der Welt.

// Kapitel 1

Der Anfang war kleiner als die Idee

1964 beginnt unsere Geschichte im Dortmunder Stadtteil Brechten. Gegründet durch die schwedische Gustaf Fagerberg AB, starten wir zunächst als Handelsgesellschaft.

Unsere ersten Büroräume befinden sich in einem Wohnhaus. Lager und Fertigung sind in einer Hinterhofgarage untergebracht. Kein großer Standort, keine imposante Werkhalle, kein internationaler Anspruch auf dem Firmenschild. Aber genau dort entsteht etwas, das bleiben sollte: unser Anspruch, technische Lösungen nicht nur zu verkaufen, sondern sie zu verstehen.

Am 15. September 1965 werden wir offiziell als Gesellschaft mit beschränkter Haftung ins Handelsregister eingetragen. Was auf dem Papier wie ein formaler Schritt wirkt, ist in Wirklichkeit der Grundstein für eine Entwicklung, die uns in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern wird.

In den ersten Jahren sammeln wir wichtige Erfahrung im Handel mit Industriearmaturen. Wir lernen Märkte kennen, Anwendungen verstehen und Kundenanforderungen einzuordnen. Doch mit der Zeit wird immer deutlicher: Die Anforderungen werden spezifischer, die Anwendungen anspruchsvoller, die Prozesse komplexer.

Und irgendwann reicht es uns nicht mehr, Lösungen nur zu handeln.

// Kapitel 2

Vom Händler zum Produzenten

Nach der Aufhebung des Alleinvertriebsrechts fällt 1975 eine Entscheidung, die uns bis heute prägt: Wir starten mit der eigenen Produktentwicklung und nehmen die Produktion von Industriearmaturen selbst in die Hand.

Unser Fokus liegt zunächst auf Absperrklappen. Doch eigentlich geht es um mehr als ein neues Produktprogramm. Es geht um einen neuen Anspruch. Wer selbst entwickelt und fertigt, übernimmt Verantwortung – für Konstruktion, Qualität, Funktion und Weiterentwicklung.

Aus dem Handelsunternehmen wird Schritt für Schritt ein produzierendes Unternehmen. Wir sind nun nicht mehr nur Teil der Lieferkette. Wir werden Teil der Lösung.

Mit der eigenen Entwicklung und Fertigung wächst auch unser Bedarf an Raum. 1977 ziehen wir in die Planetenfeldstraße nach Dortmund-Marten. Aus dem ursprünglichen Wohnhaus wird ein richtiges Bürogebäude. Lager und Fertigung finden in einer eigenen Werkhalle Platz.

Was nach einem klassischen Standortwechsel klingt, ist für uns ein wichtiger Entwicklungsschritt: von der Improvisation in die Struktur, von begrenzten Möglichkeiten zu professionelleren Abläufen, von der Anfangsphase in die nächste Unternehmensstufe.

1987 folgt der nächste große Schritt. Wir ziehen in die Germaniastraße nach Dortmund. Auf dem Gelände der ehemaligen Germania-Zeche entsteht unser neuer Unternehmenssitz, mit größerem Bürogebäude und angrenzender Werkhalle.

Bis heute ist dieser Standort das Zentrum unserer Aktivitäten. Hier wachsen wir weiter. Hier entstehen Produkte, Lösungen und Erfahrungen, die uns über Jahrzehnte prägen.

// Kapitel 3

Aus Produkten wird ein Portfolio

Mit der eigenen Fertigung wächst unser technisches Verständnis – und mit ihm unser Produktprogramm.

1983 kommt mit der Filtertechnik erstmals ein neues Geschäftsfeld hinzu. Damit bewegen wir uns noch stärker in Richtung industrieller Verfahrenstechnik und erweitern unser Verständnis dafür, wie unterschiedlich Prozesse, Medien und Anwendungen sein können.

In den 1990er Jahren wachsen wir über die Absperrklappe hinaus. 1994 erweitern die DG-Kugelhähne unser Produktprogramm. Auch Rückschlagklappen werden Teil unseres Sortiments. Unser Angebot wird breiter, vielseitiger und noch stärker auf unterschiedliche industrielle Anforderungen ausgerichtet.

1999 folgt ein weiterer entscheidender Schritt: Die DOMINO-Plattenschieber werden Teil unseres Portfolios. Durch die Übernahme der Produktionsrechte der DOMINO Armaturen GmbH übernehmen wir die Fertigung in Eigenverantwortung.

Doch wir nehmen die DOMINO-Plattenschieber nicht einfach nur in unser Sortiment auf. Sie werden Teil unserer Entwicklung. Wir fertigen sie, denken sie weiter, optimieren sie und integrieren sie in unser technisches Know-how. Aus einem zusätzlichen Produkt wird eine Produktlinie, die bis heute ein wichtiger Bestandteil unseres Sortiments ist.

In den 2000er Jahren erweitern wir unser Programm erneut. 2003 kommen die doppelexzentrischen HG-Hochleistungsklappen hinzu, 2009 folgen die dreifachexzentrischen HGT-Hochleistungsklappen.

Diese Entwicklung zeigt, wohin wir uns bewegen: hin zu anspruchsvolleren Anwendungen, höheren Anforderungen und technischen Lösungen, die mehr leisten müssen als nur zuverlässig zu öffnen und zu schließen.

Denn Armaturen sind in industriellen Prozessen oft unscheinbare Komponenten. Sie stehen selten im Mittelpunkt. Aber wenn sie nicht funktionieren, steht mehr still als nur ein einzelnes Bauteil.

Genau daraus entsteht unser Anspruch: Produkte zu entwickeln und zu fertigen, die dort zuverlässig arbeiten, wo Prozesse sicher, effizient und störungsfrei laufen müssen.

So werden wir immer stärker zu dem, was uns heute ausmacht: ein Hersteller mit breitem Produktportfolio, eigener Fertigung und einem klaren Fokus auf industrielle Anwendungen.

// Kapitel 4

Der Blick wird international

Was in Dortmund begann, wächst zunehmend über regionale Grenzen hinaus.

1999 gründen wir mit der GEFA Procestechniek in den Niederlanden unsere erste Tochtergesellschaft. Ein wichtiger Schritt, denn mit ihm bekommen wir eine noch stärkere internationale Ausrichtung.

2000 beginnt mit der Übernahme durch Indutrade ein neues Kapitel. Die Zugehörigkeit zu einer internationalen Unternehmensgruppe eröffnet uns neue Perspektiven, stärkt unsere globale Ausrichtung und schafft neue Möglichkeiten für weiteres Wachstum.

2010 folgt mit der Gründung der GEFA Processtechnik Co. Ltd. in China ein weiterer bedeutender Schritt in unserer internationalen Entwicklung.

Doch so international wir auch werden: Dortmund bleibt unser Zentrum. Die eigene Fertigung, das technische Verständnis und die Nähe zu industriellen Anwendungen bleiben der Kern unseres Unternehmens.

Wir wachsen international – und bleiben dabei unseren Wurzeln treu. Aus regionalen Anfängen entstehen weltweite Kundenbeziehungen. Aus Dortmunder Erfahrung entstehen Lösungen für Prozesse in unterschiedlichsten Branchen und Märkten.

// Kapitel 5

Was uns geprägt hat und bis heute antreibt

Seit 1964 hat sich fast alles verändert. Die Standorte, die Produkte, die Märkte, die Anforderungen, die Technologien.

Geblieben ist unser Ursprungsgedanke: industrielle Prozesse besser zu machen.

Aus der Hinterhofgarage wurde ein moderner Unternehmensstandort. Aus dem Handelsunternehmen wurde ein Hersteller. Aus den ersten Absperrklappen wurde ein breites Produktportfolio. Aus regionalen Anfängen wurden internationale Kundenbeziehungen.

Doch wir sind nie einfach nur größer geworden. Wir sind gewachsen, weil Anforderungen gewachsen sind. Weil Kunden neue Lösungen brauchten. Weil sich industrielle Prozesse verändert haben. Und weil wir bereit waren, uns mit ihnen weiterzuentwickeln.

Unsere Geschichte ist deshalb nicht abgeschlossen. Sie wird jeden Tag weitergeschrieben – in der Konstruktion, in der Fertigung, im Austausch mit Kunden und in jeder Armatur, die ihren Platz in einem Prozess findet.

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